Inhaltsverzeichnis
Wie bedient man eine Blechwalzmaschine? Diese präzise und effiziente Bedienungsanleitung für Blechwalzmaschinen basiert auf praktischer Werkstatterfahrung. Sie eignet sich für Anfänger und behandelt Bedienungsabläufe, Techniken und häufige Fehler.
1. Vorbereitungen vor der Benutzung der Blechwalzmaschine
1) Geräteinspektion
- Der Hydraulikölstand ist normal und es gibt keine Lecks.
- Elektrische Not-Aus-Taster und Endschalter sind wirksam.
- Alle Walzenoberflächen sind sauber und frei von Schweißschlacke und Eisenspänen.
- Die Walzen drehen sich reibungslos und ohne ungewöhnliche Geräusche.
- Der Betrieb mit defekten Systemen ist verboten, insbesondere der Hydraulik- und Synchronisationssysteme.
2) Blechprüfung
Materialart: Kohlenstoffstahl / Edelstahl / Aluminiumblech
Liegen die tatsächlichen Dicken und Breiten innerhalb der Kapazität des Geräts?
Das Blech sollte so gerade wie möglich sein, um starke Verformungen zu vermeiden.
Erinnerung:
„Maximale Spulendicke ≠ Langfristig stabile Betriebsdicke“
Es wird empfohlen, dass die Langzeitnutzung ≤ 80–90% der Nennkapazität beträgt.
2. Standardarbeitsanweisung (Allgemeine Schritte)
Wie bedient man eine Blechwalzmaschine? Das Folgende gilt für Dreiwalzenmaschinen und Vierwalzen-Blechwalzmaschinen (Details können leicht abweichen)
Schritt 1: Rollenposition anpassen
- Stellen Sie die untere Rolle/Seitenrolle in ihre Ausgangsposition zurück.
- Stellen Sie den Vordruck entsprechend der Plattendicke ein.
- Vierwalzenmaschine: Die untere Walze presst die Platte fest an, die seitlichen Walzen walzen sie vor.
Prinzip:
- Zuerst leichten Druck ausüben → dann den Druck allmählich erhöhen.
Schritt 2: Beladen und Zentrieren
- Platzieren Sie den Teller mittig und richten Sie ihn links und rechts aus.
- Die Plattenkanten müssen parallel zu den Walzen verlaufen.
- Für breite Teller empfiehlt es sich, dass 2 Personen mithelfen oder ein Hebesystem zum Einsatz kommt.
Ungenaue Zentrierung = schiefer Zylinder, aufgeweitetes Ende, Nacharbeit.
Schritt 3: Vorbiegen (Kritischer Qualitätsschritt)
- Biegen Sie zuerst ein Ende vor.
- Drehen Sie den Teller um und biegen Sie das andere Ende vor.
- Verringern Sie die Länge der geraden Kante und erhöhen Sie die Rundung.
Empirischer Wert:
- Die vorgebogene gerade Kante sollte innerhalb des 1,5- bis 2-Fachen der Plattendicke liegen.
Schritt 4: Abschließendes Rollen
- Starten Sie die Rotation der Hauptwalze.
- Heben Sie die seitliche/obere Walze schrittweise an. Führen Sie die Bewegung in mehreren kleinen Kreisen durch, um ein gleichzeitiges Drücken zu vermeiden.
Falsche Vorgehensweise:
- Zu starkes Pressen auf einmal → Schlechte Rundheit, beschädigte Walzen und Verrutschen des Plattenmaterials
Schritt 5: Rundungskorrektur
- Rundheit und Durchmesser prüfen.
- Feinjustieren und gegebenenfalls 1-2 Umdrehungen zurückspulen.
- Korrigieren Sie umgehend alle spitz zulaufenden oder unrunden Formen.
Schritt 6: Entladen
- Die seitlichen Rollen/oberen Rollen einfahren.
- Klapplager öffnen (bei entsprechenden Modellen).
- Das Werkstück vorsichtig entnehmen.
Das fertige Produkt darf nicht geschlagen oder aufgehebelt werden!
3. 6 Praktische Tipps für die effiziente Nutzung der Blechwalzmaschine
1) Langsamere Geschwindigkeit für dicke Platten, gleichmäßigere Geschwindigkeit für dünne Platten
- Dicke Platten: Anwendungen mit niedriger Drehzahl und mehreren Drücken
- Dünne Teller: Rutschfest, knitterfrei
2) Unterschiedliche Materialien erfordern unterschiedliche Behandlungen
- Edelstahl: Hohe Rückfederung → Überdrehen 3-5%
- Aluminiumplatten: Leicht zu beschädigen → Rollen reinigen, Druck reduzieren
3) Rundheit erfordert „mehrere Rundungskorrekturen“
Eine perfekte Rundheit erreicht man nicht auf einmal, sondern nur durch wiederholtes Feintuning.
4) Häufig verwendete Parameter merken
Es wird empfohlen, ein „Parameterprotokollblatt für die Walzplatte“ zu erstellen:
- Material
- Dicke
- Rollenposition
- Endgültiger Durchmesser
➡ Beim nächsten Mal direkt anwenden, wodurch die Effizienz um 30%+ gesteigert wird
5) Lange Platten müssen vor Abweichungen geschützt werden.
- Beobachten Sie beide Enden des Tellers ständig.
- Die Maschine sofort anhalten und korrigieren, falls Abweichungen festgestellt werden.
6) Stapelverarbeitung: Zuerst Testrolle
- Das erste Stück dient als Beispiel.
- Die Produktion darf erst nach bestandener Qualitätskontrolle fortgesetzt werden.
4. Vergleich häufiger Fehler und ihrer Folgen
Falsche Bedienung | Direkte Folgen |
Übermäßiger Druck bei einem Arbeitsgang | Schlechte Rundheit, Geräteschäden |
Kein Vorbiegen | Übermäßig lange gerade Kanten |
Fehlausrichtung des Plattenmaterials | Zylinderverwindung |
Überlastung | Verbogene Rollen, Hydraulikausfall |
Rollblech mit Fremdkörpern | Beschädigung der Walzenoberfläche |
5. Sicherheitshinweise (müssen unbedingt befolgt werden)
Folgende Handlungen sind strengstens verboten:
- Hände zwischen die Walzen legen
- Korrektur von Blechen während des Walzens
- Erzwingen der Verarbeitung von übermäßig dicken oder breiten Blechen
- Bedienung großer Platten durch eine Person
Empfehlungen:
- Schutzhandschuhe tragen
- Machen Sie sich mit dem Standort des Not-Aus-Schalters vertraut.
- Verwenden Sie Hebevorrichtungen oder zusätzliche Stützen für große Platten.
6. Übliche Betriebspunkte für Blechwalzmaschinen
1) Wichtige Hinweise zur Verwendung der W11 Dreiwalzen-Blechwalzmaschine
① Aufbau und Merkmale (Vor der Inbetriebnahme verstehen)
- Obere Rolle befestigt
- Zwei untere Walzen (oder jeweils eine, die sich bewegt) zum Anheben und Formen
- Einfache Struktur, niedriger Preis, breite Anwendbarkeit
- Relativ geringe Vorbiegungsfähigkeit, etwas längere gerade Kanten
Geeignet für:
Mitteldicke Bleche, allgemeines Walzen, Werkstücke mit weniger strengen Anforderungen an gerade Kanten
② W11 Standardbetriebshinweise (Unbedingt lesen!)
Die Fütterung muss „gleichmäßig und ausgerichtet“ sein:
- Die Platte muss parallel zur oberen Walze verlaufen.
- Die freiliegende Länge sollte auf beiden Seiten gleich sein.
- Eine geringfügige Abweichung führt dazu, dass die gesamte Rolle nicht mehr mittig ist.
Das Vorbiegen beruht auf „mehreren leichten Druckkräften“:
- Leichter Druck an einem Ende → Teller umdrehen → Erneut leichter Druck
- Versuchen Sie nicht, es mit einem Schlag an seinen Platz zu drücken.
- Ein geringer Anteil gerader Kanten ist akzeptabel und kann durch nachfolgendes Abrunden ausgeglichen werden.
Häufige Fehler:
- Hoher Druck auf einmal → Schlechte Rundheit + Belastung der Walzen
Das Rollen sollte langsam erfolgen:
- Beginnen Sie mit niedriger Geschwindigkeit.
- Stellen Sie jeweils eine Rolle ein.
- Jedes Mal ein kleiner Einstellbereich
W11 Grundprinzipien:
- „Mehrere Kurven, geringer Druck, langsamer Fortschritt“
Das Runden erfordert „wiederholtes Zurückspulen“:
- Drehen Sie eine volle Umdrehung im Uhrzeigersinn, eine halbe Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn, beobachten Sie die Rundheit und nehmen Sie Feinjustierungen vor.
③ W11 Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung
- Nicht geeignet für extrem kurze, gerade Kanten.
- Nicht geeignet für die Serienfertigung dünner Bleche in hohen Geschwindigkeiten.
- Geeignet für dicke Platten, Strukturbauteile und zylindrische Komponenten.
2) Wichtige Hinweise zur Verwendung der W12 Vierwalzen-Blechwalzmaschine
① Struktur und Vorteile
- Hauptantrieb durch obere und untere Rollen
- Unabhängiges Anheben der Seitenrollen
- Hohe Vorbiegefestigkeit, extrem kurze gerade Kanten
- Automatische Zentrierung, hohe Effizienz
Geeignet für:
- Hochpräzisionszylinder, Serienfertigung, Edelstahl, dünne Platten
② W12 Standardbetriebspunkte (Wichtig)
Zuführung: „Erst klemmen, dann vorbiegen“:
- Die untere Walze klemmt die Platte zunächst fest ein.
- Vergewissern Sie sich, dass die Platte fest eingespannt ist und nicht verrutscht.
- Anschließend mit den Seitenwalzen vorbiegen.
- Wenn die Platte verrutscht, sind alle nachfolgenden Walzen unbrauchbar.
Vorbiegen in einem Schritt, aber der Druck muss genau stimmen:
- Ein Ende vorgebogen abgeschlossen
- Drehen Sie die Platte um → Biegen Sie das andere Ende vor.
- Der Hub der Seitenwalze wird in einem Arbeitsgang abgeschlossen, ohne wiederholte Justierungen.
Erfahrung:
- Vorbiegemenge für Edelstahl ≈ Theoretischer Wert + 3~5%
Hohe Effizienz beim formellen Walzen:
- Hauptwalze dreht sich
- Die Seitenrollen heben sich allmählich.
- Kontinuierliches Rollen ist möglich, ohne häufiges Wenden.
W12 Kernvorteile:
„Präzises Vorbiegen, schnelles Abrunden und hervorragende Rundheit“.
Die Rundung wird primär durch „Feinjustierung der Seitenwalze“ erreicht:
- Justieren Sie die seitliche Rolle, die nicht mittig sitzt.
- Die untere Walze darf nicht stillstehen und die obere Walze darf nicht zu stark gedrückt werden.
③ Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung von W12
- Die Klemmkraft darf nicht vernachlässigt werden.
- Durch den asynchronen Betrieb der beiden Seitenwalzen entsteht eine konische Form.
- Vor der Massenproduktion sollte immer ein Probestück gerollt werden.
3) Kurzer Überblick über die betrieblichen Unterschiede zwischen den Blechwalzmaschinen W11 und W12.
Vergleichsartikel | W12 Vier Rollen | |
Vorbiegefähigkeit | Allgemein | Gut |
Länge der geraden Kante | Relativ lang | Extrem kurz |
Fütterungsschwierigkeiten | Medium | Niedrig |
Rundungseffizienz | Medium | Hoch |
Betriebsfehlertoleranz | Niedrig | Hoch |
Geeignet für die Serienfertigung | Allgemein | Perfekt für |
7. Zusammenfassung
1) Vor dem Starten der Maschine
- Ölstand prüfen
- Not-Aus-Test
- Saubere Walzen (frei von Schweißschlacke und Eisenspänen)
Starten Sie die Maschine nicht, ohne vorher eine Überprüfung durchzuführen.
2) Laden
- Die Platte muss gerade, zentriert und parallel sein.
- Die freiliegende Länge sollte auf beiden Seiten gleich sein.
- Die Kante der Platte sollte parallel zur Walze verlaufen.
- Große Teller müssen von zwei Personen gehandhabt oder hochgezogen werden.
3) Vorbiegen (am wichtigsten)
W11 (drei Rollen):
- Leichter Druck → Teller umdrehen → Erneut leichter Druck.
- Perfektes Biegen sollte nicht auf Anhieb gelingen.
- Ein kleiner Rest einer geraden Kante ist in Ordnung.
W12 (vier Rollen):
- Zuerst klemmen → Vorbiegen.
- Die untere Walze muss fest angedrückt werden.
- Die seitlichen Walzen sollten beim ersten Mal perfekt drücken.
- Denken Sie daran, bei Edelstahl „etwas fester zu drücken“.
4) Rollen
- Beginnen Sie mit langsamer Geschwindigkeit.
- Stellen Sie jeweils eine Umdrehung ein.
- Üben Sie leichten Druck aus.
- Drücken Sie nicht auf einmal ganz nach unten.
5) Runden: Merken Sie sich diese Aktion
- Eine volle Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen → Eine halbe Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn drehen → Rundheit prüfen.
- Falls es nicht rund ist, nehmen Sie kleine Korrekturen vor und drehen Sie es noch einmal.
6) Entladen
- Die seitliche Rolle/obere Rolle zurückziehen.
- Öffnen Sie das Klapplager.
- Glatt entfernen.
- Nicht klopfen, hebeln oder mit Gewalt ziehen.
7) Fehler, die Anfänger „auf keinen Fall machen dürfen“
- Die Hand in die Walzenwelle stecken.
- Den Teller während des Rollens schieben.
- Die Verarbeitung übermäßig dicker Materialien erzwingen.




