Bedienungsanleitung und Benutzerhandbuch für hydraulische Blechbiegewalzen

Bedienungsanleitung und Benutzerhandbuch für hydraulische Blechbiegewalzen

Inhaltsverzeichnis

Hydraulische Blechbiegemaschinen sind unverzichtbare Ausrüstung für die Blechumformung und -verarbeitung. Sie nutzen primär die relative Position und Drehbewegung der oberen, unteren und seitlichen Walzen, um Bleche aus Stahl, Edelstahl und Aluminium kontinuierlich zu biegen und flache Bleche schrittweise in zylindrische, bogenförmige, konische und andere gekrümmte Werkstücke zu formen.

Hydraulische Blechwalzmaschinen unterscheiden sich in ihrer Bauart und ihren Betriebsmethoden. Dies gilt insbesondere für Drei-Walzen-, Vier-Walzen-, symmetrische, asymmetrische und CNC-gesteuerte hydraulische Blechbiegemaschinen, deren Walzenbewegungen und Steuerungsmethoden nicht vollständig identisch sind. Daher bezieht sich der folgende Inhalt auf gängige hydraulische Drei-Walzen- und Vier-Walzen-Blechwalzmaschinen.

Die tatsächliche Bedienung muss gemäß der Bedienungsanleitung, dem Hydraulikschaltplan und den vom Gerätehersteller bereitgestellten Schaltplänen erfolgen. Vierwalzenmaschinen bestehen typischerweise aus einer oberen Walze, einer unteren Walze sowie zwei seitlichen Walzen. Die untere und die seitlichen Walzen werden mittels Hydraulikzylindern angehoben und abgesenkt, und das Steuerungssystem ist für die Funktion der einzelnen Mechanismen verantwortlich.

1. Grundstruktur von hydraulischen Blechbiegewalzen

Eine typische hydraulische Blechwalzmaschine umfasst im Wesentlichen die folgenden Systeme:

System

Hauptkomponenten

Hauptfunktionen

Rahmensystem

Linker und rechter Rahmen, Sockel, Verbindungsbalken

die Hauptlast während des Blechwalzprozesses tragen

Rollensystem

Obere Walze, untere Walze, Seitenwalzen

Üben Sie Biegedruck auf das Plattenmaterial aus.

Hauptantriebssystem

Hydraulikmotor/Elektromotor, Getriebe, Zahnräder usw.

Die Walzen in Rotation versetzen

Hydrauliksystem

Hydraulikpumpe, Öltank, Ventilgruppe, Zylinder, Rohrleitungen

Rollenheben, -klemmen und -neigen erreichen

Elektrisches System

Schaltschrank, SPS, Schütze, Sensoren

Betrieb der Steuerungsausrüstung

Betriebssystem

Tastenstation, Touchscreen oder CNC-System

Mensch-Maschine-Interaktion und Parametereinstellung

Kippvorrichtung

Kippzylinder, Kipprahmen

Erleichterung der Entnahme des Formzylinders

Ausgleichs-/Synchronisierungsgerät

Synchronisationsventil, Wegsensor usw.

Sorgen Sie für eine gleichmäßige Bewegung an beiden Enden der Rollen.

Sicherheitsvorrichtung

Not-Aus-Schalter, Endschalter, Schutzgeländer, Sicherheitsseil usw.

Verhindern, dass Personal versehentlich in Gefahrenbereiche gelangt

Bei einer typischen Vierwalzen-Hydraulik-Blechbiegemaschine übernimmt die obere Walze üblicherweise die Hauptantriebs- und Biegefunktionen, die untere Walze dient zum Klemmen des Blechs, und die beiden Seitenwalzen werden zum Vorbiegen der Enden und zur Gesamtformung eingesetzt.

Hydraulische Blechbiegewalze 12X3200

2. Wesentliche Kenntnisse, die Bediener beherrschen müssen

Vor Inbetriebnahme sollten die Bediener mit Folgendem vertraut sein:

  • Maschinenstruktur
  • Funktionsprinzip des Hydrauliksystems
  • Funktionen der elektrischen Steuertasten
  • Bewegungsrichtung jeder Rolle
  • Maximal zulässige Blechdicke
  • Maximal zulässige Blechbreite
  • Mindestwalzdurchmesser
  • Maximale Rollkapazität
  • Materialfestigkeitsgrenzen
  • Maximal zulässiger Betriebsdruck
  • Alle Gefahrenbereiche
  • Lage des Not-Aus-Schalters
  • Korrekte Be- und Entlademethoden
  • Werkstückentlademethoden
  • Abschaltverfahren in Ausnahmesituationen

Personal, das nicht geschult wurde oder mit der Bedienung der Anlage nicht vertraut ist, sollte die Blechwalzmaschine nicht selbstständig bedienen.

Eines der größten Sicherheitsrisiken der Blechwalzmaschine geht vom Quetschbereich zwischen den rotierenden Walzen aus. Daher müssen Griffe, Kleidung, Werkzeuge usw. während des Betriebs stets vom Walzensystem ferngehalten werden. Auch in den entsprechenden Gerätehandbüchern wird der Bereich der rotierenden Walzen als kritische Gefahrenzone aufgeführt.

3. Standardarbeitsanweisung für die hydraulische Blechwalzmaschine

Bei der Schulung von Bedienern kann direkt folgendes Verfahren befolgt werden:

① Überprüfen Sie die Ausrüstung

② Hydrauliköl prüfen

③ Schmierung prüfen

④ Überprüfen Sie das elektrische System

⑤ Not-Aus- und Sicherheitsvorrichtungen prüfen

⑥ Hydraulikpumpe starten

⑦ Überprüfen Sie die Bewegung jeder Rolle im Leerlauf.

⑧ Plattenspezifikationen bestätigen

⑨ Teller beladen

⑩ Zentrieren Sie den Teller

⑪ Die untere Rolle festklemmen

⑫ Das erste Ende vorbiegen

⑬ Richtung ändern

⑭ Das zweite Ende vorbiegen

⑮ Den mittleren Abschnitt einrollen

⑯ Die Platte nach mehreren Durchgängen umrunden.

⑰ Maßprüfung

⑱ Erfüllt die Anforderungen

⑲ Werkstück freigeben

⑳ Neigen/Entladen

Reinigen Sie die Ausrüstung.

Überprüfen Sie die Ausrüstung

㉓ Maschine anhalten und Stromzufuhr unterbrechen

4. Vorinspektion

Die Vorinspektion ist ein entscheidender Schritt beim Betrieb einer hydraulischen Blechbiegemaschine.

1) Prüfung mechanischer Bauteile

Überprüfen:

  • Prüfen Sie den Rahmen auf Risse.
  • Prüfen Sie, ob die Verbindungsschrauben locker sind.
  • Prüfen Sie die Walzenoberflächen auf offensichtliche Beschädigungen.
  • Prüfen Sie die oberen, unteren und seitlichen Walzen auf Fremdkörper.
  • Prüfen Sie die normale Funktion der Zahnräder.
  • Auf lose Verbindungen prüfen.
  • Auf Lageranomalien prüfen.
  • Prüfen Sie die ordnungsgemäße Funktion der Kippvorrichtung.
  • Überprüfen Sie die Zuverlässigkeit aller Begrenzungseinrichtungen.
  • Achten Sie besonders auf die Walzenoberflächen.

Starke Lochfraßkorrosion, Kratzer oder lokale Verformungen an den Walzenoberflächen können zu Eindellungen an der Plattenoberfläche führen und die Rundheit des gewalzten Materials beeinträchtigen.

2) Inspektion des Hydrauliksystems

Das Hydrauliksystem ist die primäre Energiequelle für die hydraulische Blechwalzmaschine.

Wichtige Prüfungen vor dem Start:

① Hydraulikölstand

Prüfen Sie den Ölstandanzeiger im Tank.

Ein niedriger Ölstand kann folgende Folgen haben:

  • Kavitation in Hydraulikpumpen
  • Instabiler Systemdruck
  • Erhöhte Hydrauliköltemperatur
  • Fehlfunktion des Aktuators
  • Beschädigung der Hydraulikpumpe

Ein zu hoher Ölstand ist ebenfalls unzulässig; der Ölstand sollte gemäß den Herstellervorgaben überprüft werden.

② Zustand des Hydrauliköls

Beobachtung:

  • Ist es emulgiert?
  • Ist es merklich dunkler geworden?
  • Enthält es eine große Menge an Verunreinigungen?
  • Enthält es ungewöhnliche Blasen?
  • Hat es einen wahrnehmbaren Geruch?

Verunreinigungen im Hydrauliköl beeinträchtigen direkt die Zuverlässigkeit von Hydraulikventilen, Pumpen und Zylindern.

③ Rohrleitungsinspektion

Überprüfen:

  • Hochdruck-Ölleitungen
  • Steckverbinder
  • Ventilblöcke
  • Zylinder
  • Dichtungsteile

Vergewissern Sie sich, dass keine offensichtlichen Öllecks vorhanden sind.

④ Manometer

Überprüfen Sie das Manometer:

  • Ist der Wert normalerweise null?
  • Ist der Mauszeiger blockiert?
  • Ist die Oberfläche beschädigt?
  • Ist die Druckanzeige abnormal?

Der Systemdruck darf nicht willkürlich erhöht werden, um die Rollkapazität zu verbessern.

Der maximal zulässige Druck des Geräts wird durch das Hydrauliksystem, die Zylinder, den Rahmen, die Lager und die Rollen bestimmt.

3) Inspektion des Schmiersystems

Die Lager, Zahnräder, Führungsschienen und Gleitteile der Blechwalzmaschine müssen gemäß den Geräteanforderungen geschmiert werden.

Übliche Schmierstellen sind:

  • Wälzlager
  • Kippvorrichtung
  • Führungsschienen
  • Getriebe
  • Reduzierstück
  • Gleitlager
  • Zugehörige bewegliche Teile von Hydraulikmechanismen

Eine sachgemäße Schmierung reduziert Reibung und Verschleiß und verlängert die Lebensdauer der Anlagen. Einige Bedienungsanleitungen für Blechwalzmaschinen empfehlen die Erstellung eines regelmäßigen Schmierplans, der auf der Anlagenlast und den Betriebsbedingungen basiert.

Notiz:

Fett und Schmieröl sollten nicht willkürlich gemischt werden; die Auswahl sollte sich nach den Vorgaben des Geräteherstellers richten.

4) Inspektion der elektrischen Anlage

Vorabprüfungen:

  • Versorgungsspannung
  • Erdung
  • Elektrischer Schaltschrank
  • SPS
  • Bedientasten
  • Not-Aus-Taster
  • Endschalter
  • Reiseschalter
  • Sensoren
  • Motor
  • Hydraulikpumpenmotor
  • Steuerschaltung

Besonders wichtig zu bestätigen:

Der Not-Aus-Knopf kann den Betrieb des Geräts normalerweise unterbrechen.

Einige Blechwalzmaschinen sind mit einem Phasenfolgeschutz ausgestattet, um zu verhindern, dass die umgekehrte Drehrichtung des Motors zu einer Fehlfunktion der Hydraulikpumpe führt.

5. Inbetriebnahmeverfahren

Schritt 1: Arbeitsbereich freiräumen

Stellen Sie sicher, dass Folgendes nicht vorhanden ist:

Bleche, Werkzeuge, Bolzen, Schweißstäbe, Hebezeuge, Personal oder andere Hindernisse in der Nähe der Blechwalzmaschine.

Schritt 2: Schließen Sie die Hauptstromversorgung an.

Schalten Sie die Hauptstromversorgung ein.

Beobachten:

Betriebsanzeigeleuchte, SPS, Touchscreen und alle Alarmmeldungen.

Im Fehlerfall muss zuerst die Ursache ermittelt werden; ein Neustart muss nicht erzwungen werden.

Schritt 3: Inbetriebnahme der hydraulischen Blechbiegewalze

Starten Sie die Hydraulikpumpstation.

Führen Sie nach dem Start nicht sofort einen Volllast-Plattenrolltest durch.

Für einige Vierwalzen-HydraulikbiegewalzenDie Bedienungsanleitung des Herstellers schreibt vor, dass die Ölpumpe nach längerer Stillstandszeit vor dem Wiederanfahren für eine gewisse Zeit laufen gelassen werden muss, damit das Hydrauliksystem seine normalen Betriebsbedingungen vollständig wiedererlangt. Die genaue Zeitangabe ist der Bedienungsanleitung der Maschine zu entnehmen.

6. Testlauf ohne Last

Vor der eigentlichen Verarbeitung sollte ein Leerlauftest durchgeführt werden.

In der angegebenen Reihenfolge prüfen:

1) Untere Rollenhebung

Beobachten:

Verläuft der Hebevorgang reibungslos?

Verläuft der Abstieg reibungslos?

Sind die linken und rechten Enden synchronisiert?

Gibt es irgendwelche ungewöhnlichen Geräusche?

2) Seitliches Rollenheben

Überprüfen Sie jeweils die Rollen auf der linken und rechten Seite.

Bestätigen:

  • Richtige Bewegungsrichtung
  • Sanftes Anheben
  • An beiden Enden synchronisiert
  • Die Endschalter funktionieren einwandfrei.

3) Vorwärts- und Rückwärtsdrehung der Hauptwalze

Prüfen:

  • Vorwärtsrotation
  • Umkehrung
  • Stoppen

Vergewissern Sie sich, dass die Drehrichtung mit der Betätigungstaste übereinstimmt.

4) Kippvorrichtung

Überprüfen:

  • Neigung
  • Zurücksetzen
  • Sperren

Die Kippvorrichtung darf nur unter festgelegten Bedingungen betrieben werden.

Es ist verboten, die Kippvorrichtung zu bedienen, während sich die Hauptwalze mit hoher Geschwindigkeit dreht.

7. Blechvorbereitung

Vor dem eigentlichen Walzen des Blechs sollten die Blechparameter bestätigt werden.

Zumindest Folgendes sollte bekannt sein:

  • Material
  • Streckgrenze des Materials
  • Dicke
  • Breite
  • Länge
  • Zieldurchmesser
  • Rollrichtung
  • Ob Vorbiegen erforderlich ist
  • Ob eine Verjüngung erforderlich ist

Übliche Materialien:

Zum Beispiel:

  • Kohlenstoffstahl

Q235, Q355 usw.

  • Edelstahl

304, 316L usw.

  • Aluminiumplatte

5052, 6061 usw.

Unterschiedliche Materialien weisen unterschiedliche Festigkeiten, Dehnungen und Rückfederungseigenschaften auf.

Daher gilt: Bei Edelstahl Q235 und 304 gleicher Dicke und Breite können die Walzparameter nicht einfach kopiert werden.

8. Blechprüfung

Vor dem eigentlichen Walzen des Blechs sollten folgende Punkte überprüft werden:

  • Ob die Dicke gleichmäßig ist
  • Ob die Breite den Anforderungen entspricht
  • Ob eine schwere Verformung vorliegt
  • Ob es Risse gibt
  • Ob Grate vorhanden sind
  • Ob sich Fremdkörper an der Oberfläche befinden

Das Blech sollte so flach wie möglich sein.

Das direkte Einspeisen stark ungleichmäßiger Bleche in die Blechwalzmaschine führt zu folgenden Ergebnissen:

  • Fehlausrichtung des Blechs
  • Ovale Rollenform
  • Uneinheitliche Endformen
  • Anomale lokale Belastung

9. Blattausrichtung

Die Ausrichtung des Blattes ist entscheidend.

Theoretisch:

Die Mittellinie des Blechs muss exakt mit der Mittellinie der Walzen der Walzenmaschine übereinstimmen.

Wenn das Blech nicht mittig liegt, kann Folgendes passieren:

  • Unterschiedliche Rollradien an den linken und rechten Enden
  • Der Zylinder wird kegelförmig sein.
  • Blattfehlausrichtung
  • Ungleichmäßige Walzenbelastung
  • Die Produktabmessungen liegen außerhalb der Toleranz.

Deshalb sollte man nach dem Einlegen des Blechs nicht sofort mit dem Aufrollen beginnen. Zuerst muss die Positionierung und Ausrichtung abgeschlossen werden.

10. Standard-Walzvorgangsablauf für eine hydraulische 4-Walzen-Blechwalzmaschine

Für eine gängige Vierwalzen-Hydraulikplatte Biegewalze Der gesamte Walzprozess einer Maschine lässt sich wie folgt verstehen:

Zuführung → Zentrierung → Klemmen → Vorbiegen eines Endes → Umkehrung → Vorbiegen des anderen Endes → Walzen in der Mitte → Mehrfaches Verrunden → Umformen → Entladen

1) Vorbiegen des ersten Endes

Nachdem die Platte positioniert wurde, wird sie von der unteren Walze zwischen der oberen und der unteren Walze eingeklemmt.

Dann:

  • Starten Sie die obere Walze
  • Drehen Sie die Platte langsam.
  • Position der Seitenrolle anpassen
  • Biegen Sie das Ende der Platte vor.

Beenden Sie den Vorgang, nachdem die Prozessanforderungen erfüllt wurden.

Der Hauptzweck des Vorbiegens besteht darin, gerade Kanten zu reduzieren. Ist das Vorbiegen unzureichend, können an beiden Enden des fertigen Zylinders deutlich sichtbare gerade Abschnitte auftreten.

2) Vorbiegen des zweiten Endes

Nach Abschluss des ersten Endvorbiegens:

  • Sorgen Sie für die korrekte Klemmung mit der unteren Rolle.
  • Umkehrung der Drehrichtung der oberen Walze
  • Bringen Sie den Teller zurück
  • Stellen Sie die andere Seitenrolle ein.
  • Biegen Sie das andere Ende vor.

Die Vierwalzenmaschine kann problemlos beidseitiges Vorbiegen durchführen, was einer ihrer wichtigsten Vorteile gegenüber einigen herkömmlichen Dreiwalzenkonstruktionen ist.

3) Zwischenwalzen

Nachdem die Enden des Blechs vorgebogen wurden, wird der mittlere Abschnitt aufgerollt.

Grundlegender Ablauf:

Seitenwalzen einstellen → Hauptwalze starten → Papiertransport → Seitenwalzen einstellen → Weiterrollen → Zyklus wiederholen

In der tatsächlichen Produktion kann das Blech in der Regel nicht in einem Arbeitsgang auf den endgültigen Durchmesser gewalzt werden.

Stattdessen müsste es heißen:

Üben Sie allmählich Druck aus, formen Sie das Werkstück nach und nach und rollen Sie es mehrmals hin und her.

Dies erleichtert die Kontrolle:

  • Rundheit
  • Durchmesser
  • Restspannung
  • Blechabweichung
  • Walzenspannung

11. Grundlegende Steuerungsmethoden für Walzenzylinder

Wenn das Ziel darin besteht, einen Zylinder zu rollen:

  • Schritt 1: Drücken Sie das Plattenmaterial leicht an, um eine erste Krümmung zu erzeugen.
  • Stufe 2: Den Druck der Seitenrollen allmählich erhöhen.
  • Phase 3: Weiter drehen und die Walzenpositionen anpassen.
  • Phase 4: Mehrere hin- und hergehende Walzenbewegungen durchführen.
  • Schritt 5: Verringern Sie den Verstellbetrag, wenn Sie sich dem Zieldurchmesser nähern.
  • Schritt 6: Abschließende Rundung durchführen.

Vermeiden Sie übermäßige Walzenpositionskorrekturen im letzten Arbeitsschritt.

12. Wie lässt sich während des Walzprozesses feststellen, ob der Durchmesser nahe am Zieldurchmesser liegt?

Dies kann wie folgt ermittelt werden:

  • Probe
  • Messung des Außendurchmessers
  • Innendurchmessermessung
  • CNC-Positionsanzeige an der Walzmaschine
  • Lasermessung
  • Messschieber
  • Maßband
  • Spezielle Bogenvorlage

Für eine hochpräzise Fertigung ist eine Sichtprüfung allein nicht ausreichend.

13. Warum sind mehrere Rollvorgänge notwendig?

Weil Blech Elastizität und Plastizität besitzt.

Wenn die äußere Kraft entfernt wird:

  • Elastische Verformung erholt sich
  • Das Material federt zurück
  • Der tatsächliche Radius kann größer sein.

Daher:

Das Erreichen einer bestimmten Position auf der Walze bedeutet nicht, dass das Blech diesen Radius letztendlich beibehält. Dieses Rückfederungsproblem tritt besonders deutlich bei Werkstoffen wie hochfestem Stahl und Edelstahl auf.

Daher erfordert die Produktion typischerweise Folgendes:

Grobwalzen → Mittelwalzen → Feinwalzen → Abrunden

14. Wichtige Sicherheitsbestimmungen beim Blechwalzen

Folgende Situationen müssen höchste Priorität haben.

1) Fassen Sie niemals zwischen die Walzen.

Dies ist eine der wichtigsten Sicherheitsbestimmungen.

Benutze deine Hände nicht für:

  • Halten Sie den Teller fest
  • Schieben Sie die Platte
  • Ziehen Sie die Platte ab
  • Den Teller reinigen
  • Passen Sie die Plattenkanten an.

Insbesondere während der Walzenrotation.

2) Stellen Sie sich niemals in Richtung der Plattenbewegung auf.

Der Teller kann plötzlich:

  • Beleg
  • Aufrollen
  • Pop-up
  • Schicht
  • Obstruktion

Die Bediener sollten sich im dafür vorgesehenen Sicherheitsbereich aufhalten.

3) Platten niemals über ihre Spezifikationen hinaus walzen.

Wenn die Nennkapazität der Anlage beispielsweise 16 × 2000 mm beträgt, bedeutet dies nicht, dass alle Materialien direkt auf 16 mm × 2000 mm gewalzt werden können.

Folgendes muss ebenfalls berücksichtigt werden:

  • Materialstärke
  • Streckgrenze
  • Minimaler Rollendurchmesser
  • Effektive Walzenbreite
  • Zustand der Platte
  • Walzverfahren

15. Verboten: Korrektur stark unebener Bleche

Eine Blechwalzmaschine darf nicht als normale Presse verwendet werden.

 

Bei starker Verformung der Platte sollten geeignete Nivelliergeräte verwendet werden.

Eine erzwungene Korrektur kann folgende Folgen haben:

  • Übermäßige Belastung der Walzen
  • Rahmenverformung
  • Lagerschaden
  • Überdruck im Hydrauliksystem
  • Lokale Verformung der Platte

16. Konische Operation

Wenn die Anlage einen konischen Betrieb unterstützt, muss zwischen den linken und rechten Walzen ein entsprechender Höhen- oder Positionsunterschied bestehen.

Beim konischen Betrieb ist auf Folgendes besonderes Augenmerk zu legen:

  • Plattenzentrierung
  • Rechte und linke Rollenpositionen
  • Seitliche Ausrichtung der kleinen und großen Enden des Kegels
  • Plattenbreite
  • Kegelwinkel
  • Mindestwalzdurchmesser
  • Zulässiger Rollenversatz

Der Spannungszustand beim konischen Walzen unterscheidet sich von dem beim gewöhnlichen zylindrischen Walzen.

Daher:

Die Bearbeitung von Kegeln kann nicht einfach nach den Parametern des gewöhnlichen zylindrischen Walzens durchgeführt werden.

Bei CNC-Blechwalzmaschinen sollten vorzugsweise das vom Hersteller bereitgestellte Kegelberechnungsprogramm oder die Prozessparameter verwendet werden.

17. Entladen nach dem Umformen

Nach dem Walzen darf das Werkstück nicht sofort mit Gewalt weggehoben werden.

Das korrekte Vorgehen umfasst typischerweise Folgendes:

  • Hauptwalzenrotation stoppen
  • Stellen Sie die Walze in die Entladeposition ein.
  • Die Klemmen lösen
  • Bedienen Sie die Kippvorrichtung entsprechend der Gerätekonstruktion.
  • Öffnen Sie das obere Rollenende
  • Verwenden Sie ein Hebegerät, um den Zylinder herauszuheben.
  • Neigevorrichtung zurücksetzen
  • Setzen Sie die obere Rolle zurück.
  • Überprüfen Sie den Gerätestatus

Vierwalzen-Blechbiegemaschinen sind üblicherweise mit einer Kippvorrichtung ausgestattet, die es ermöglicht, den geformten Zylinder vom Walzenende zu entnehmen.

18. Vorsichtsmaßnahmen beim Anheben von Werkstücken

Der gewalzte Zylinder ist oft recht schwer.

Folgendes muss verwendet werden:

  • Brückenkran
  • Kran
  • Qualifizierte Hebebänder
  • Haken
  • Spezielle Hebezeuge

Vorabprüfung vor dem Anheben:

  • Tragfähigkeit des Anschlagmittels
  • Hebeösen
  • Werkstückstabilität
  • Schwerpunkt
  • Verschleißzustand der Hebezeuge

Es ist dem Personal untersagt, sich auf folgenden Bereichen aufzuhalten:

  • Unter dem Werkstück
  • Innerhalb des Rotationsbereichs des Werkstücks
  • Unterhalb des Hebepfads

19. Abschaltvorgang

Nach Abschluss der Produktion sollte die Maschine gemäß den Spezifikationen abgeschaltet werden.

Allgemeines Vorgehen:

Rollen stoppen → Rollen stoppen → Rollen kehren in die sichere Position zurück → Gerät reinigen → Hydrauliksystem prüfen → Hydraulikpumpe ausschalten → Steuerstrom abschalten → Hauptstrom abschalten

Nachdem das Gerät zum Stillstand gekommen ist, sollten folgende Punkte ebenfalls überprüft werden:

  • Öllecks
  • Abnormale Überhitzung
  • Ungewöhnliche Geräusche
  • Lose Teile
  • Blechschrott
  • Metalloxidbildung

20. Tägliche Wartung

Wartung pro Schicht

Empfohlene Inspektionen:

  • Hydraulikölstand
  • Hydraulikleitungen
  • Hydraulikzylinder
  • Manometer
  • Rollen
  • Lager
  • Getriebe
  • Motoren
  • Endschalter
  • Notstopps
  • Schmierstellen

Wöchentliche Wartung

Inspektionen:

  • Elektrischer Schaltschrank
  • Klemmenblöcke
  • Kabel
  • Hydraulikventile
  • Lochbefestigungen
  • Zahneingriff
  • Führungsschienen
  • Kippvorrichtung
  • Mechanische Verbindungen

Monatliche Wartung

Empfohlene Inspektionen:

  • Hydrauliksystemdruck
  • Verschmutzungsgrad des Hydrauliköls
  • Öltank
  • Filter
  • Lager
  • Rollenparallelität
  • Walzenverschleiß
  • Rahmenverbindungsbolzen

21. Häufige Bedienungsfehler von hydraulischen Blechwalzmaschinen

Fehler 1: Direktes Rollen ohne Zentrierung

Konsequenzen:

  • Kegelform
  • Ovale Form
  • Ungleichmäßige Rollenbelastung

Fehler 2: Zu starkes Drücken auf einmal

Konsequenzen:

  • Plötzlicher Anstieg der Walzenspannung
  • Lokale plastische Verformung der Platte
  • Übermäßige Gerätebelastung

Fehler 3: Walzen ohne Vorbiegen

Konsequenzen:

  • Deutlich ausgeprägte gerade Kanten an beiden Enden
  • Verringerte Ausnutzung des Fertigprodukts
  • Schwierigkeiten beim anschließenden Schweißen

Fehler 4: Materialfestigkeit wird ignoriert

Der Walzschwierigkeitsgrad von Q235 und hochfestem Stahl kann bei ein und demselben 10 mm dicken Blech völlig unterschiedlich sein.

Fehler 5: Rücksprung wird ignoriert

Eine direkte Formgebung nach den theoretischen Maßen in einem Arbeitsgang führt leicht zu einem zu großen Enddurchmesser.

Fehler 6: Überlastung des Geräts

Überlastung kann folgende Folgen haben:

  • Bleibende Verformung der Walze
  • Rahmenverformung
  • Beschädigung des Hydrauliksystems
  • Lagerschaden

22. Betriebstechniken zur Verbesserung der Genauigkeit beim Blechwalzen

1) Sicherstellen, dass die Platte zentriert ist

Dies ist die grundlegendste und wichtigste Voraussetzung.

2) Führen Sie das ordnungsgemäße Vorbiegen der Enden durch.

Unzureichendes Vorbiegen führt zu übermäßig großen geraden Kanten.

3) Mehrfaches Walzen anwenden

Streben Sie nicht nach „Erstpassgenauigkeit“.

4) Sich schrittweise der letzten Dimension annähern

Nach dem Grobwalzen das Feinwalzen durchführen.

5) Die Gleichmäßigkeit der Positionen der linken und rechten Walze kontrollieren

Insbesondere für das zylindrische Walzen.

6) Materialrückfederung berücksichtigen

Hochfeste Werkstoffe und Edelstahl erfordern besondere Aufmerksamkeit.

7) Finale Runde

Falls erforderlich, runden Sie durch mehrere Hin- und Herrotationen.

23. Grundlegende Betriebsregeln für Blechwalzmaschinen

Der tägliche Arbeitsablauf lässt sich in folgendem Regelwerk zusammenfassen:

  • Vor Beginn prüfen, Hydraulik zuerst bestätigen.
  • Die Platte muss zentriert sein, die Rollen müssen parallel sein.
  • Die Klemmkraft sollte nicht zu hoch sein, Vorbiegen ist zwingend erforderlich.
  • Grobwalzen in mehreren Durchgängen, Feinwalzen mit langsamen Anpassungen.
  • Überlastung ist inakzeptabel, bei Auftreten von Anomalien sofort stoppen.
  • Halten Sie Ihre Hände vom rotierenden Bereich fern und vermeiden Sie Gefahren beim Anheben.
  • Räumen Sie auf, bevor Sie die Arbeit beenden, und trennen Sie die Maschine erst vom Stromnetz, nachdem Sie sie abgeschaltet haben.

24. Zusammenfassung

Der Kern der korrekten Bedienung einer hydraulischen Blechbiegemaschine besteht nicht einfach darin, „die Walzen in Rotation zu versetzen“, sondern vielmehr in der gleichzeitigen Steuerung der Blechpositionierung, der Klemmkraft, der Position der Seitenwalzen, der Walzgeschwindigkeit, des Vorbiegebetrags, der Materialrückfederung und der Endverrundung.

Bei hydraulischen Vierwalzen-Blechwalzmaschinen ist die korrekte Betriebsreihenfolge besonders wichtig. Ihre Konstruktion ermöglicht ein relativ komfortables beidseitiges Vorbiegen und kontinuierliches Umformen, jedoch müssen die spezifischen Walzenpositionen und -drücke anhand des Maschinenmodells, der Blechdicke, des Materials und des Zieldurchmessers ermittelt werden.

  • Vor Beginn: Elektrische Systeme prüfen → Hydrauliksysteme prüfen → Schmierung prüfen → Rollen prüfen → Sicherheitsvorrichtungen prüfen
  • Startvorgang: Hauptstromversorgung → Hydraulikpumpe → Leerlaufbetrieb → Normalbetrieb bestätigen
  • Laden: Plattenmaterial bestätigen → Zentrieren → Positionieren → Klemmen
  • Walzen: Erstes Ende vorbiegen → Zweites Ende vorbiegen → Zwischenwalzen → Mehrere Rundungsanpassungen
  • Prüfung: Durchmesser messen → Rundheit messen → Geradheit der Kanten prüfen → Oberfläche prüfen
  • Entladen: Stopprollen → Klemmen lösen → Kippen → Anheben
  • Abschaltung: Reinigen → Prüfen → Hydraulikpumpe stoppen → Strom abschalten
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