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Die 3-Walzen-Blechbiegemaschine ist eine weit verbreitete Anlage in der Blechumformung und wird hauptsächlich zum Walzen von Flachblechen in zylindrische, bogenförmige und konische Formen eingesetzt. Sie findet breite Anwendung in Branchen wie dem Druckbehälterbau, dem Windkraftanlagenbau, dem Schornsteinbau, dem Rohrleitungsbau, der Lüftungstechnik, dem Stahlbau und dem Maschinenbau. Ihr Kernwert liegt nicht nur im reinen Walzen des Blechs, sondern in der effizienten und stabilen Durchführung des Umformprozesses unter Gewährleistung von Rundheit, Geradheit, Präzision über die gesamte Länge und Oberflächenqualität.
Dieser Leitfaden bietet eine systematische Erklärung aus verschiedenen Blickwinkeln, darunter Geräteerkennung, Vorinspektion, eigentlicher Betrieb, Prozesssteuerung, Umgang mit verschiedenen Materialien, Wartung, Fehlersuche und Sicherheitsvorkehrungen.
1. Geräteübersicht
Die 3-Walzen-Blechbiegemaschine ist eine Schlüsselmaschine, die zum Walzen von Metallblechen zu zylindrischen, bogenförmigen oder konischen Werkstücken verwendet wird.
Es findet breite Anwendung in:
- Stahlkonstruktionen (Zylinder, Rohre)
- Druckbehälter
- Windkraftanlagentürme
- Schiffbau
- Petrochemische Anlagen
Gängige Typen:
- Symmetrisch (drei-Würfel-symmetrisch)
- Asymmetrisch (drei-Würfel-asymmetrisch)
- Oberwalze Universaltyp (am häufigsten)
2. Funktionsprinzip der 3-Walzen-Blechbiegemaschine
- Grundprinzip: Drei Punkte bilden einen Kreis
- Oberwalze: Antriebswalze (rotierend)
- Untere Walze/Seitenwalzen: Position anpassen, um den Biegeradius zu formen
Das Blech erfährt unter der Kraft der drei Walzen eine kontinuierliche plastische Verformung und bildet dabei allmählich einen Bogen.
Die Dreiwalzen-Blechbiegemaschine übt über die Walzenwellen eine kontinuierliche Biegekraft auf das Blech aus, wodurch dieses schrittweise plastisch verformt wird. Beim wiederholten Durchlauf des Blechs zwischen den Walzenwellen werden die äußeren Fasern gedehnt und die inneren gestaucht, wodurch schließlich die gewünschte Krümmung entsteht.
Je nach Struktur, Dreiwalzen-Blechbiegemaschinen Üblicherweise treten sie in drei Formen auf:
1) Symmetrische Dreiwalzen-Blechbiegemaschine
- Die obere Walze befindet sich in der Mitte, die unteren Walzen befinden sich an beiden Seiten.
- Einfache Konstruktion, relativ niedriger Preis.
- Geeignet für allgemeines zylindrisches Walzen.
- Schwache Biegefestigkeit am Ende, oft ist ein Bördeln erforderlich.
2) Asymmetrische 3-Walzen-Blechbiegemaschine
- Die Positionen der oberen und unteren Walze sind nicht vollständig symmetrisch.
- weist im Allgemeinen eine bessere Vorbiegungswirkung auf.
- Geeignet für Anwendungen, die eine höhere Formgenauigkeit erfordern.
3) Vollhydraulische oder CNC-gesteuerte Dreiwalzen-Blechbiegemaschine
- Stabilerer Betrieb und präzisere Steuerung.
- Es ermöglicht programmierte Einstellungen, Parameterspeicherung und automatische Positionierung.
- Besser geeignet für die Serien- und Präzisionsfertigung.
3. Dreiwalzen-Blechbiegeanlage
1) Mechanisches System
- Oberwalze: Hauptantrieb
- Untere Rolle: Stütze
- Seitenrollen: Krümmungseinstellung
- Kipprahmen: Entladen
- Rahmen: Gesamttragfähigkeit
2) Hydrauliksystem
- Hydraulikzylinder: Treibt Seitenwalzen/Unterwalzen an
- Hydraulikpumpstation
- Druckregelventil
3) Elektrisches Steuerungssystem
- SPS-/CNC-System
- Bedienfeld: Manuell/Automatisch
- Encoder: Positionserkennung
4. Wichtige Hinweise vor der Verwendung
Vor der Inbetriebnahme müssen die Betreiber mindestens Folgendes klären:
1) Blechparameter
Muss bestätigt werden:
- Materialart: Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Aluminiumblech, verzinktes Blech usw.
- Blechdicke
- Blattbreite
- Blattlänge
- Streckgrenze des Materials
- Ob geglüht, ob oberflächenbeschichtet
- Ob konische, elliptische oder andere Sonderformen erforderlich sind
2) Nennleistung des Geräts
Beachten Sie nicht nur die „maximale Dicke“, sondern auch Folgendes:
- Maximale Rollkapazität bei welcher Materialfestigkeit
- Maximale Walzkapazität für welche Blechbreite
- Mindestdurchmesser für Walzvorgänge
- Ob Kaltwalzen zulässig ist
- Geeignet für vorgebogene Enden
Viele Benutzer stoßen auf Probleme nicht, weil die Geräte defekt sind, sondern weil sie über die Spezifikationen hinaus verwendet werden.
Zum Beispiel:
Die Walzschwierigkeiten von Q235-Stahlblech und hochfestem Stahl sind bei gleicher Blechdicke von 10 mm völlig unterschiedlich. Edelstahl weist eine stärkere Rückfederung auf als normaler Kohlenstoffstahl. Obwohl Aluminiumblech weich ist, neigt es zu Oberflächenkratzern.
3) Formanforderungen
Folgendes muss vor Inbetriebnahme der Maschine geklärt werden:
- Welchen Durchmesser hat das fertige Produkt?
- Handelt es sich um einen vollständigen Kreis oder einen Teilkreis?
- Müssen die beiden Enden stumpf verschweißt werden?
- Ist eine hohe Rundheit erforderlich?
- Ist ein geringer elliptischer Fehler zulässig?
- Ist eine Verjüngung erforderlich?
5. Checkliste vor dem Einschalten
Dieser Schritt ist entscheidend. Viele Gerätefehlfunktionen und Sicherheitsvorfälle werden durch unzureichende Prüfungen vor dem Einschalten verursacht.
1) Inspektion des mechanischen Systems
- Untersuchen Sie die Oberfläche jeder Walze auf offensichtliche Eindellungen, Risse, Schweißschlacke und Grate.
- Prüfen Sie, ob sich die Walzenwelle frei und ohne zu blockieren dreht.
- Prüfen Sie, ob der Rahmen und die Ankerbolzen locker sind.
- Prüfen Sie, ob alle Befestigungsschrauben fest angezogen sind.
- Prüfen Sie, ob die Führungsschienen, Gleitstücke, Gewindespindeln und der Hebemechanismus ausreichend geschmiert sind.
2) Inspektion des Hydrauliksystems
- Prüfen Sie, ob der Hydraulikölstand normal ist.
- Prüfen Sie, ob das Öl schwarz ist, emulgiert ist oder Verunreinigungen enthält.
- Prüfen Sie Hydraulikleitungen, Verbindungen und Zylinder auf Undichtigkeiten.
- Prüfen Sie, ob die Ölpumpe ungewöhnliche Geräusche von sich gibt.
- Prüfen Sie, ob der Druck stabil ist.
- Prüfen Sie, ob die Öltemperatur in einem angemessenen Bereich liegt.
3) Inspektion der elektrischen Anlage
- Prüfen Sie, ob die Versorgungsspannung stabil ist.
- Prüfen Sie, ob der Not-Aus-Knopf funktioniert.
- Prüfen Sie, ob die Vorwärts-/Rückwärtsdrehung, das Anheben und die Verstellvorgänge normal funktionieren.
- Prüfen Sie, ob sich im Inneren des Schaltschranks Staub, Feuchtigkeit oder Brandspuren befinden.
- Prüfen Sie, ob alle Endschalter und Sensoren ordnungsgemäß funktionieren.
4) Überprüfung der Sicherheitsvorrichtungen
- Prüfen Sie, ob der Not-Aus-Schalter empfindlich reagiert.
- Prüfen Sie, ob die Schutzhülle unbeschädigt ist.
- Prüfen Sie, ob der Fußschalter zuverlässig funktioniert.
- Prüfen Sie, ob die Zweihandknöpfe bedienbar sind.
- Prüfen Sie, ob sich Fremdkörper in der Nähe der oberen und unteren Walzen befinden.
- Prüfen Sie, ob der Arbeitsbereich sauber ist.
6. Arbeitsabläufe (Standardschritte)
Nachfolgend ist eine allgemein anerkannte Arbeitsreihenfolge für das Blechwalzen aufgeführt. Unterschiedliche Anlagenmodelle können geringfügige Abweichungen in der Reihenfolge aufweisen, die grundlegende Logik bleibt jedoch dieselbe.
Schritt 1: Gerät einschalten
- Schließen Sie das Hauptstromnetzteil an.
- Prüfen Sie, ob das Steuerungssystem normal eingeschaltet ist.
Führen Sie Jogging-Übungen ohne Last durch, um dies zu bestätigen:
- Das Heben und Senken der oberen Rolle ist normal.
- Die Justierung der Seitenrollen ist normal.
- Die Drehung der unteren Walze ist normal.
- Vorwärts- und Rückwärtsdrehung sind normal.
- Notstopp ist wirksam.
Schritt 2: Die geeigneten Walzenpositionen auswählen
Passen Sie die Positionen der oberen und unteren Walzen entsprechend der Plattendicke und dem Zieldurchmesser an.
Die Prinzipien lauten:
- Je dicker die Platte, desto größer muss in der Regel die anfängliche Öffnung sein.
- Je kleiner der Zieldurchmesser, desto größer die Biegung.
- Wenn ein Vorbiegen erforderlich ist, müssen die Position der Walze und die Position des Plattenendes genau aufeinander abgestimmt sein.
Die Positionierungsmethoden unterscheiden sich zwischen symmetrischen und asymmetrischen Geräten. Beachten Sie die Bedienungsanleitung des Geräts.
Schritt 3: Materialplatzierung und -positionierung
- Legen Sie das Plattenmaterial gleichmäßig in das Gerät ein.
- Achten Sie darauf, dass die Kanten des Plattenmaterials parallel zu den Walzen verlaufen.
- Richten Sie die Mittellinie des Plattenmaterials an der Mittellinie der Maschine aus.
- Falls eine Führungsvorrichtung verwendet wird, muss deren Position zuerst eingestellt werden.
- Verhindern Sie, dass das Plattenmaterial schräg eingeführt wird, um ein „Abweichen“ oder „schräges Rollen“ zu vermeiden.
Schritt 4: Vorbiegen vor dem Walzen
Dies ist ein entscheidender Schritt. Denn beim Aufrollen des Plattenmaterials rollen sich die Enden oft nicht von selbst in die richtige Position, wodurch „gerade Kanten“ entstehen. Daher ist es in der Regel notwendig, die Vorder- und Hinterenden vorher vorzubiegen.
Vorbiegepunkte:
- Zuerst das Blattende mit einem angemessenen Biegegrad andrücken.
- Minimieren Sie gerade Kanten am Blattende.
- Die Vorbiegetiefe sollte dem Zieldurchmesser entsprechen.
- Das Vorbiegen an beiden Enden sollte so gleichmäßig wie möglich erfolgen. Andernfalls weist das fertige Produkt ungleichmäßige Kanten oder eine elliptische Form auf.
Schritt 5: Formelles Rollen
- Starten Sie die Walzenrotation.
- Drücken Sie die seitlichen Rollen langsam nach unten oder justieren Sie sie.
- Beobachten Sie den Walzzustand des Blechmaterials.
- Falls nötig, mehrmals vor- und zurückspulen.
- Nähern Sie sich dem Zielradius schrittweise, anstatt ihn auf einmal in die richtige Position zu drücken.
Schritt 6: Korrektur und Rundung
- Nachdem die Zielgröße annähernd erreicht wurde, ist eine Feinabstimmung erforderlich:
- Prüfen Sie, ob der Durchmesser den Anforderungen entspricht.
- Prüfen Sie, ob der Grenzflächenspalt gleichmäßig ist.
- Prüfen Sie, ob die Rundung gleichmäßig ist.
- Prüfen Sie, ob die Plattenkanten nicht korrekt ausgerichtet sind.
- Führen Sie gegebenenfalls eine Nachrunde durch.
Schritt 7: Entladen
- Vergewissern Sie sich, dass die Walzen zum Stillstand gekommen sind.
- Den Druck ablassen.
- Das Werkstück kann mithilfe eines Hebezeugs oder manueller Hilfe entfernt werden.
- Große Werkstücke müssen mit geeigneten Hebezeugen oder Stützrahmen angehoben werden.
- Es ist strengstens verboten, in den Walzenspalt zu greifen, um das Material gewaltsam zu entfernen.
7. Kernfunktionen einer Dreiwalzen-Blechwalzmaschine
Der Schlüssel zum effektiven Einsatz der 3-Walzen-Blechbiegemaschine liegt in der Prozesskontrolle, nicht einfach in der Fähigkeit, das Blech aufzurollen.
1) Vorbiegen steuern
- Unzureichendes Vorbiegen führt zu deutlich sichtbaren geraden Kanten.
- Übermäßiges Vorbiegen führt zu lokalen Verformungen, Schwierigkeiten bei der Ausbildung einer runden Form und sogar zu welligen Kanten.
- Erfahrungsgemäß sollte eine umfassende Beurteilung auf der Grundlage der Materialstärke, der Streckgrenze, des Walzendurchmessers und der Anlagenkonstruktion vorgenommen werden.
Für die meisten Betriebsbedingungen sollte das Vorbiegen Folgendes bewirken:
- Kürzeste gerade Kanten an beiden Enden
- Symmetrische Krümmung an beiden Enden
- Gleichmäßige und stabile Vorbiegungsmenge
2) Steuerung des Vorschubwinkels
Wenn das Blech in die Rollenbahn gelangt, sollte es wie folgt gehalten werden:
- Parallel zur Rollenachse
- An der Mittellinie ausgerichtet
- Keine Verformung der Plattenoberfläche
- Keine Verzerrung der Blattkanten
Bei falschem Zuführwinkel weist das Endprodukt häufig folgende Merkmale auf:
- Abweichung der Verjüngung
- Auf der einen Seite eng, auf der anderen locker.
- Verdrehter Zylinder
- Unebene Fugen
3) In Etappen formen, schnelles Drücken vermeiden.
Viele Anfänger drücken gerne viele Tasten gleichzeitig, was leicht zu Folgendem führt:
- Lokale Überbiegung
- Faltenbildung der Blattoberfläche
- Kratzer auf der Materialoberfläche
- Erhöhte Ovalität des Zylinders
Die korrekte Methode ist:
- Drücken Sie zunächst leicht und beobachten Sie die Biegetendenz.
- Vertiefe die Biegung allmählich.
- Überprüfen Sie die Ergebnisse nach jeder Anpassung.
- Die Anwendung der Methode „viele kleine Mengen“ ist zuverlässiger.
4) Achten Sie auf den Rückprall.
- Unterschiedliche Materialien haben unterschiedliche Rückstellkräfte.
- Kohlenstoffstahl hat eine relativ geringe Rückfederung
- Edelstahl hat eine größere Rückfederung
- Hochfester Stahl weist eine deutlichere Rückfederung auf
- Aluminiumlegierungen weisen aufgrund unterschiedlicher Materialeigenschaften deutlich unterschiedliche Rückfederungseigenschaften auf.
Beim Walzen auf den Zieldurchmesser darf man daher nicht nur die momentane Größe betrachten. Die Rückfederung nach Druckentlastung muss ebenfalls berücksichtigt werden, und gegebenenfalls ist eine Kompensation des Überdrehens erforderlich.
5) Kontrolle der Oberflächenqualität
Wenn eine hohe Oberflächengüte erforderlich ist, beachten Sie Folgendes:
- Ist die Walzenoberfläche sauber?
- Handelt es sich um Schweißschlacke oder Eisenspäne?
- Sind zwischen dem Blech und der Walzenoberfläche harte Partikel eingeschlossen?
- Sind Spuren von Materialklemmung vorhanden?
Bei Edelstahl- oder Aluminiumblechen sollte man harten Kontakt und Kratzer durch Schmutz vermeiden.
Beim Walzen auf den Zieldurchmesser sollte daher nicht nur die momentane Größe, sondern auch die Rückfederung nach Druckentlastung berücksichtigt werden. Gegebenenfalls ist eine Kompensation des Überwalzens erforderlich.
6) Oberflächenqualität kontrollieren
Wenn eine hohe Oberflächengüte erforderlich ist, beachten Sie Folgendes:
- Ist die Walzenoberfläche sauber?
- Handelt es sich um Schweißschlacke oder Eisenspäne?
- Sind zwischen dem Blech und der Walzenoberfläche harte Partikel eingeschlossen?
- Sind Spuren von Materialklemmung vorhanden?
- Bei Edelstahl- oder Aluminiumblechen sollte man harten Kontakt und Kratzer durch Schmutz vermeiden.
8. Wichtige Punkte zum Walzen verschiedener Materialien
1) Kohlenstoffstahlplatte
Eigenschaften:
- Gute Plastizität.
- Geeignet für die meisten herkömmlichen Walzverfahren.
- Geringe Rückfederung, ausgereifte Technologie.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Beachten Sie die Maschinenleistung für dicke Bleche.
- Oxidschichten an Kanten können die Oberfläche leicht beeinträchtigen.
- Achten Sie auf die Spannungsentladung in geschweißten Konstruktionsplatten.
2) Edelstahlblech
Merkmale:
- Hohe Rückfederung
- Oberfläche leicht zu verkratzen
- Erfordert höhere Formgenauigkeit
Vorsichtsmaßnahmen:
- Die Walzenoberfläche muss sauber sein.
- Vermeiden Sie, dass harte Partikel in die Oberfläche eindringen.
- Vorbiegung und Kompensation sollten genauer sein.
- Vermeiden Sie Quetschungen und Kratzer an der Oberfläche beim Entladen.
3) Aluminiumblech
Merkmale:
- Weicheres Material.
- Neigt zu Oberflächeneindrücken.
- Leicht durch übermäßigen Druck beschädigbar.
- Erfordert eine hohe Walzenoberflächenqualität.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Die Walzenoberfläche muss gratfrei sein.
- Die Klemmkraft sollte nicht zu hoch sein.
- Vermeiden Sie wiederholtes Drücken.
- Achten Sie beim Transport und beim Anheben auf eine sichere Verpackung.
4) Hochfester Stahl
Merkmale:
- Hohe Streckgrenze.
- Erfordert eine größere Formkraft.
- Deutliche Rückfederung.
- Erhöht problemlos die Gerätebelastung.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Das Überschreiten der Spezifikationen ist strengstens verboten.
- Die Nennleistung der Geräte muss überprüft werden.
- Der Walzvorgang sollte gleichmäßiger und langsamer ablaufen.
- Die Hydraulik- und Antriebssysteme der Anlage sind einer höheren Belastung ausgesetzt, was eine genaue Überwachung des Temperaturanstiegs und des Drucks erfordert.
9. Wichtige Punkte für die Bearbeitung von konischen, bogenförmigen und speziellen Werkstücken
1) Konisches Rollen
Das konische Walzen ist komplexer als das kreisförmige Walzen, da die Umfänge an beiden Enden unterschiedlich sind, weshalb das Blech eine Verjüngung aufweisen muss.
Wichtigste Punkte:
- Der Blechzuführungswinkel muss entsprechend den Kegelformvorgaben angepasst werden.
- Die Vorschubmengen auf beiden Seiten des Blechs müssen unterschiedlich sein.
- Es wird eine konische Walzvorrichtung oder ein Spezialwerkzeug benötigt.
- Die Abmessungen des großen und des kleinen Endes müssen zuerst bestätigt werden.
- Je länger der Kegel und je kleiner der Kegelwinkel, desto kritischer ist die Steuerung.
2) Bogenrollen
Wenn nur ein Teilbogen anstelle eines vollständigen Kreises benötigt wird:
- Den Ziel-Biegeradius einstellen.
- Kontrollieren Sie die Einrolllänge.
- In Segmenten mehrfach formen.
- Gleichmäßige Bogenlänge beibehalten.
3) Dünne Bleche mit großem Durchmesser
Dünne Bleche mit großem Durchmesser neigen zu Folgendem:
- Faltenbildung
- Wellenkanten
- Instabilität
- Ungleichmäßige Bildung
Lösungen:
- Verringern Sie den Einzelbiegebetrag
- Erhöhen Sie die materielle Unterstützung
- Kontrollieren Sie die Ebenheit der Blechoberfläche
- Verwenden Sie eine sanftere, mehrstufige Rollmethode.
10. Häufige Probleme und Lösungen
1) Übermäßig große gerade Kanten an beiden Enden
Ursache:
- Unzureichende Vorbiegung
Lösung:
- Vorbiegungsbetrag erhöhen
- „Sekundäres Vorbiegen“ verwenden
2) Ungleichmäßiger Umfang, große Ovalität
Ursache:
- Ungleichmäßige Walzenpositionsanpassung
- Fehlerhafter Papiereinzug
- Ungleichmäßige Belastung auf beiden Seiten
- Unzureichende Rollzeiten
- Großer Unterschied in der Materialrückfederung
Lösung:
- Korrigieren Sie die Links-Rechts-Balance der Ausrüstung
- Mittellinie anpassen
- Rundungsprozess hinzufügen
- Ausgleich für übermäßiges Walzen des Materials
3) Abweichung des Blechmaterials
Ursache:
- Plattenmaterial nicht ausgerichtet
- Parallelitätsfehler der Walze
- Führungsvorrichtung nicht eingestellt
- Blattkante nicht gerade
Lösung:
- Neu ausrichten
- Leitfaden prüfen
- Korrekte Rollenparallelität
- Kantenschutzblech
4) Kegelform
Ursache:
- Plattenmaterial nicht ausgerichtet
Lösung :
- Neu ausrichten
- Seitenrollendruckdifferenz einstellen
5) Oberflächenkratzer
Ursachen:
- Fremdkörper auf der Walzenoberfläche
- Abnutzung oder Kratzer auf der Walzenoberfläche
- In die Blattoberfläche eingebettete Partikel
- Übermäßiges Klemmen
Lösungen:
- Reinigen Sie die Walzenoberfläche
- Walzenoberfläche abschleifen oder reparieren
- Verstärkter Schutz für Materialien mit hohen Oberflächenanforderungen
- Unnötigen Kontaktdruck reduzieren
6) Blattrutschen
Ursachen:
- Unzureichender Druck
- Oberflächenölverschmutzung
Lösungen:
- Klemmkraft erhöhen
- Reinigen Sie das Laken
7) Langsame oder schwache hydraulische Wirkung
Ursachen:
- Unzureichendes Hydrauliköl
- Pump-Kleidung
- Anomaler Systemdruck
- Verstopfung des Ölkreislaufs
- Öltemperatur zu hoch
Lösungen:
- Ölstand prüfen
- Filterelement austauschen
- Pumpe und Ventil prüfen
- Sauberer Ölkreislauf
- Steuerung der kontinuierlichen Hochlastbetriebszeit
11. Wartungsleitfaden (Wichtige Punkte)
1) Tägliche Wartung
- Saubere Walzenoberfläche
- Ölkreislauf prüfen
- Befestigungselemente prüfen
- Führungsschienen schmieren
2) Hydrauliksystem
- Hydrauliköl alle 2000 Stunden wechseln
- Reinigen Sie das Filterelement regelmäßig
- Auf Öllecks prüfen
3) Mechanische Komponenten
- Walzenverschleiß prüfen
- Lagertemperatur prüfen
- Korrekte Rollenparallelität
4) Elektrisches System
- Verkabelung prüfen
- SPS-Parameter sichern
- Encoder kalibrieren
12. Tägliche Wartung
Die Wartung ist für den langfristig stabilen Betrieb einer 3-Walzen-Blechbiegemaschine von entscheidender Bedeutung.
1) Tägliche Wartung
- Reinigen Sie die Geräteoberfläche, die Walzenoberflächen und den Arbeitsbereich.
- Prüfen Sie auf Öllecks, elektrische Lecks und lose Teile.
- Entfernen Sie Blechspäne, Eisenfeilspäne und Schweißschlacke.
- Prüfen Sie die Schmierstellen auf ordnungsgemäße Funktion.
- Lassen Sie die 3-Walzen-Blechbiegemaschine im Leerlauf laufen, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.
2) Wöchentliche Wartung
- Befestigungselemente prüfen.
- Prüfen Sie die Schmierung von Rollen, Führungsschienen, Ketten oder Zahnrädern.
- Hydraulikleitungen und -verbindungen prüfen.
- Beobachten Sie die Öltemperatur und die Geräuschentwicklung.
- Überprüfen Sie die Gleichmäßigkeit der Hauptbewegungen.
3) Monatliche Wartung
- Prüfen Sie den Verschmutzungsgrad des Hydrauliköls.
- Prüfen Sie den Zustand des Filterelements.
- Überprüfen Sie die elektrischen Anschlussklemmen.
- Prüfen Sie Endschalter und Sensoren.
- Prüfen Sie den Zustand der Ausrüstung und des Fundaments.
4) Regelmäßige Hauptwartung
- Wechseln Sie das Hydrauliköl.
- Ändern Sie das Filterelement.
- Lagerverschleiß prüfen.
- Prüfen Sie die Genauigkeit der Walzenoberfläche.
- Getriebeöl prüfen.
- Führen Sie gegebenenfalls eine Genauigkeitskalibrierung durch.
13. Schmierstoffanforderungen
Die Schmierung ist einer der Schlüsselfaktoren für den langfristig stabilen Betrieb der 3-Walzen-Blechbiegemaschine.
Schmierstellen:
- Wälzlager
- Führungsschienen
- Leitspindeln
- Getriebe
- Ketten
- Hebemechanismus
- Weitere mechanische Verbindungen
Schmierprinzipien:
- Verwenden Sie das in der Bedienungsanleitung angegebene Öl und den Schmierzyklus.
- Für verschiedene Bauteile dürfen keine ungeeigneten Fette gemischt werden.
- Angemessene Schmiermittelmenge; zu viel Schmiermittel kann Staub anziehen.
- Die Inspektionshäufigkeit sollte bei hohen Temperaturen und hoher Belastung erhöht werden.
14. Sichere Betriebsabläufe
Die Dreiwalzen-Blechwalzmaschine ist eine robuste Umformanlage; Sicherheit muss oberste Priorität haben.
Zu befolgende Grundsätze:
- Die Bediener müssen geschult werden.
- Tragen Sie keine weite Kleidung, Schals oder Handschuhe in der Nähe von rotierenden Teilen.
- Fassen Sie nicht in die Walzenspalten.
- Vor dem Entladen sicherstellen, dass die Geräte vollständig zum Stillstand gekommen sind.
- Große Werkstücke müssen hochgezogen werden.
- Die 3-Walzen-Blechbiegemaschine ist sofort anzuhalten, wenn ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen, Ölaustritt oder Gerüche festgestellt werden.
- Vor jeglichen Wartungsarbeiten muss die Stromversorgung unterbrochen, der Druck abgelassen und ein Warnschild angebracht werden.
Besonderer Hinweis:
- Wenn die Maschine in Betrieb ist, darf sich niemand auf der Seite aufhalten, auf der das Werkstück umkippen könnte.
- Beim Walzen von Werkstücken mit großem Durchmesser ist darauf zu achten, dass das Werkstück wegrollt und Verletzungen verursacht.
- Beim Walzen von konischen Formen und besonders langen Platten muss für ausreichende Unterstützung gesorgt werden.
- Eine Überlastung kann zu Schäden an den Walzen, Zylindern und Getrieben führen.
15. Empirische Vorschläge für den Betrieb
Diese Erfahrungen sind in der realen Produktion äußerst nützlich.
Probeproduktion vor der Massenproduktion:
Bei neuen Verfahren, Materialien und Abmessungen sollte zunächst ein Teststück gewalzt werden, um die Parameter vor der Massenproduktion zu bestätigen.
Vorsicht vor dem Rückprall!. Schauen Sie sich nicht nur die Maschinenabmessungen an:
Die tatsächlichen Abmessungen nach der Druckentlastung sind die wahren Abmessungen.
Setzen Sie auf dickere Bleche und hochfesten Stahl:
Langsamere Walzgeschwindigkeiten und häufigere Druckanwendungen gewährleisten eine höhere Sicherheit sowohl für die Ausrüstung als auch für die Werkstücke.
Sauberkeit ist am Arbeitsplatz von größter Bedeutung. Teile mit hohen Anforderungen an die Oberflächengüte:
Selbst ein kleiner Metallspan kann einen deutlich sichtbaren Kratzer auf der Oberfläche hinterlassen.
Aufhängung von Hebehilfen einrichten:
Große Zylinder sind extrem gefährlich, wenn sie das Gleichgewicht verlieren.
Gleichmäßige Kraftverteilung sicherstellen:
Ungleichmäßiger Druck auf einer Seite führt oft zu elliptischen oder verdrehten Formen.




